Pierre Brunner

Um das Leben in Fülle auszuschöpfen braucht es verschiedene Erfahrungen; Erkenntnisse, Umwege und Krisen, Einsichten, Fehler und Erleuchtungen.

Ich nutze sie um zu sein wer ich bin und schöpfe aus dieser Schatztruhe des Lebens um MitMenschen zu begleiten.

"Erfahrung ist nicht das,

was einem zustösst.

Erfahrung ist das,

was man aus dem macht,

was einem zustösst"

(Aldous Huxley)

Mein Weg

von Licht und Schatten, Krisen und Erleuchtungen

Ich bin heute 63, verheiratet, Vater von 2 erwachsenen Kindern und Nonno von 2 bezaubernden Enkeltöchtern.

 

Geboren und aufgewachsen bin ich in einer ländlichen Umgebung im Kanton Aargau. Seit vierzig Jahren ist Basel meine Wahlheimat.

 

In der Schule war ich ein Aussenseiter. Das formale Lernen ist mir schwergefallen und das Schulwissen hat mich wenig interessiert. Ich war viel lieber als Bandenchef mit meinen Freunden im benachbarten Wald um Räuber und Polis zu spielen. So habe ich früh meine sozialen Kompetenzen erprobt und meine Intuition zum Leben erweckt, im Gegenzug aber den Stempel eines Taugenichts bekommen.

 

Nach meiner Schulzeit habe ich eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Dabei habe ich gespürt, dass die anschliessenden Berufsmöglichkeiten nicht meinen Träumen entsprachen.

Auf einer längeren Auslandsreise hatte ich eine tiefe innere Erfahrung. Es war eine Erfahrung von Berührt-Sein durch etwas das unendlich viel grösser ist als ich. Das hat mir die Augen und das Herz geöffnet für das was ich wirklich mit meinem Leben wollte und nun wurde es konkret:

Ich habe meine Frau kennen gelernt und gemeinsam haben wir unser Leben und unsere Wohnung für Andere geöffnet. So sind bei uns viele Menschen ein- und ausgegangen und es ist eine erste Form von Gemeinschaft entstanden.

Ich habe begonnen zu entdecken was es heisst für Andere da zu sein und was es braucht um für mich da zu sein. Seither prägen diese beiden Pole meine weitere berufliche und persönliche Entwicklung. Ich habe gelernt, dass beide Aspekte – der Andere und Ich – für ein gelingendes Leben im Einklang stehen müssen, dass sie ein Zusammenspiel bilden und sich gegenseitig nähren.

 

Aus dem Anliegen „für Andere da zu sein“ sind verschiedene solidarische Gemeinschaften entstanden. Während 25 Jahre habe ich mein Leben mit Menschen aus schwierigen Lebenssituationen geteilt, bin Ihnen in Leiden beigestanden, habe ihre Freuden mitgefeiert, sie unterstützt, ihnen mein offenes Ohr und mitfühlendes Herz geschenkt. So habe ich erfahren, dass jedes menschliche Leben kostbar ist und jedes Schicksal ein Geheimnis. All die verschiedenen Menschen sind mir zum Lehrmeister geworden und jede Begegnung hat mich reicher gemacht.

Im weiteren habe ich, gemeinsam mit vielen Anderen, die Gassenküche realisiert und eine therapeutische Gemeinschaft in Italien ins Leben gerufen. Ich war Mit-Initiator der Offenen Kirche Elisabethen und später Gründer der World Peace Academy, einem Zentrum für Friedensstudien in Basel.

Um meiner Arbeit ein fachliches Fundament zu geben habe ich eine Ausbildung zum Sozialdiakon und verschiedene psychologische Weiterbildungen gemacht, sowie ein berufsbegleitendes Studium in Theologie und Religionsphilosophie an der Universität Basel mit  Zertifikat abgeschlossen.

 

Aus dem Bedürfnis „für mich da zu sein“ habe ich in jungen Jahren begonnen mein Innen zu erforschen. Meine eigene innere Seelenlandschaft war zunächst ein unbekanntes Universum. Um dieses besser zu kennen – um mich besser zu verstehen, um das Leben zu meistern und nicht bloss Spielball von äusseren Umständen und inneren Impulsen zu sein – habe ich aus einem breiten Repertoire an philosophischem Denken, psychologischen Ansätzen und spirituellen Übungen verschiedener Traditionen geschöpft. So besteht heute die Pflege meiner Seelenlandschaft aus Stille und Meditation, Körperwahrnehmung- und Yogaübungen, Zeiten der Selbstreflektion, inspirierenden Lektüren ... alles mit einer guten Portion Humor.